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Erlebnisreiches Bewegen auf Inline Skates

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    Erlebnisreiches Bewegen auf Inline-Skates
    Ex-Arbeit v. Susanne Schommartz

     

In-Line-Skating

Im folgenden ist darzustellen, weshalb ich In-Line-Skating gewählt habe, um solche Erlebnisse hervorzurufen. Zuvor möchte ich die Sportart kurz vorstellen.

1.1 Kurzdarstellung der Sportart ,,In-Line-Skating"

In-Line-Skating hat sich innerhalb k√ľrzester Zeit zu einer Trendsportart entwickelt. ,,In" war In-Line-Skating zun√§chst in den amerikanischen Gro√üst√§dten und kam dann auch nach Europa. Auch in Deutschland sieht man immer mehr Menschen, die sich auf In-Line-Skates fortbewegen. Der Name ergibt sich aus der besonderen Konstruktion des Sportger√§tes: Schlittschuh√§hnliche Schalenschuhe, bei denen anders als bei den klassischen Rollschuhen (Rollerskates) vier oder auch f√ľnf Rollen hintereinander angeordnet sind (engl.: in line). Es handelt sich bei diesem Sportger√§t nicht um eine neue Erfindung dieses Jahrhunderts, bereits vor 200 Jahren wurden Fr√ľhformen des heutigen In-Line-Skate entwickelt. Da gab es Rollschuhe mit h√∂lzernen Spulen unter den Schuhen, Skates mit zwei hintereinandergelagerten Metallr√§dchen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts baute der franz√∂sische Eisl√§ufer Jean Garcin einen ,,Schienenschlittschuh" mit drei Kupferrollen, einer Riemenbefestigung und einer verschnallbaren St√ľtze bis zum Knie sowie einer Fersenbremse (vgl. Hottenrott/Urban, 1996, S.21). In der Folgezeit wurde der in-Line-Skate durch den klassischen Rollschuh verdr√§ngt, weil dieser sichereren Halt bieten konnte.

Der In-Line-Skate, wie wir ihn heute kennen, wurde 1980 in den USA von den Br√ľdern Olsen erneut erfunden. Die beiden Eishockeyspieler suchten nach einem ,,Stra√üenschlittschuh", der ihnen das Training im Sommer erm√∂glichen sollte und das spezifische Eislaufgef√ľhl vermitteln konnte. Sie gr√ľndeten die Firma Rollerblade und begannen mit der professionellen Produktion von In-Line-Skates. Die konstruktionelle Verbesserung von In-Line-Skates gegen√ľber dem herk√∂mmlichen Roll schuh verdankt das Sportger√§t seine steigende Popularit√§t. Mir der Entwicklung von Kunststoffteilen wie bei Skischuhen konnte nun mittels harter Au√üenschale und gepolstertem Innenschuh ein sicherer Stand, mittels 3-5 Kunststoffrollen mit hochwertigen Kugellagern der Fahrkomfort erh√∂ht und durch den Bau von sich stetig verbessernden Bremssystemen ein sicheres Anhalten gew√§hrleistet werden.

Diese Bauweise stellt eine Vielzahl von Einsatzm√∂glichkeiten in Sport und Freizeit sicher. ,,In-Line-Skating verwandelt Innenst√§dte und l√§ndliche Gegenden in Skatestadien und ist Sport, Fitne√ü, √Ąsthetik, Fun, Artistik und Spiel zugleich" (ebd., S.l0)

Viele Skater reizen die vielf√§ltigen Bewegungsm√∂glichkeiten der Innenst√§dte (Parkanlagen, Parkh√§user, B√ľrgersteige, Treppen etc.) voll aus, w√§hrend andere Rad-und Wirtschaftswege, Sporthallen, Rollschuhbahnen, Hockeyfelder etc. bevorzugen.

Skater haben unendlich viele M√∂glichkeiten, ihrem Sport nachzugehen und dabei zeichnet sie Kreativit√§t und Einfallsreichtum aus. Anregungen f√ľr Lauftechniken und Tricks holen sich die Skater aus etablierten klassischen und neueren Sportarten, z.B. aus den Eissportarten, dem Feld des Rollsports, dem Skate- und Snowboardfahren, dem Skisport etc. Daraus resultieren gegenseitige Transferwirkungen.

‚ÄěDie In-Line-Skater lernen von verwandten Sportarten und umgekehrt profitieren Aktive aus anderen Sportarten von der Entdeckung der In-Line-Skates f√ľr ihren Sport" (ebd., S.10). Dar√ľber hinaus gilt In-Line-Skating als ein spannendes und optimal risikominderndes Vorbereitungsprogramm f√ľr den Wintersport (vgl. Nagel, 1996, S.2).

1.2 In-Line-Skating als Inhalt der Unterrichtseinheit

In-Line-Skating besitzt schon im Rahmen der Freizeitaktivit√§ten von Kindern und Jugendlichen eine hohen Erlebniswert. Zu einer solchen Einsch√§tzung wird man kommen m√ľssen, wenn man sie beim Skaten beobachtet. Zuweilen k√∂nnte man sogar versucht sein, mit dem Begriff ,,Euphorie die Empfindungen zu umschreiben, die man im Mienenspiel und Verhalten von Skatern wahrnehmen zu k√∂nnen glaubt.

Im Rahmen des Sportunterrichts in der Schule besitzt diese Sportart sicherlich den Charakter des Herausragenden, Neuen, Bedeutsamen und wird von ähnlichen Emotionen begleitet sein wie im außerschulischen Leben. Zudem soll In-Line-Skating hier auch in Spielsituationen gestellt werden, die Freude, Spaß und Spannung bringen. Es darf angenommen werden, daß dem themenbezogenen Unterrichtsgeschehen Erlebnisqualität im Sinne der Erlebnispädagogik zukommt.

Ich nehme nun den Wirkungszusammenhang ‚ÄěWahrnehmen - Bewegungserleben - Erfahren - Gewinnen von Bewegungskompetenz" in den Blick und m√∂chte die These aufstellen, da√ü In - Line - Skating als praktizierte Sportart eine Vielzahl von Erlebnissen ausl√∂sen kann, die sich obigem Zusammenhang zuordnen lassen. Belegen m√∂chte ich das mit folgenden Aussagen: Kinder m√ľssen sich beim Skaten mit den situativen Rahmenbedingungen ihres Bewegungsverhaltens aus einandersetzen. Sie m√ľssen die Bodenbeschaffenheit wahrnehmen und erleben ihren Einflu√ü auf ihr Bewegungsverhalten. Sie d√ľrfen nicht nur ihre Eigenbewegungen wahrnehmen und in deren Erleben verweilen, sondern sie m√ľssen auch beteiligte Personen, Raumgrenzen und Hindernisse im Blick haben, um ihr Bewegungsverhalten mit den Wahrnehmungen so zu koordinieren, da√ü Zusammenst√∂√üe und Aufprallen auf Hindernisse vermieden werden. Auch das, so vermute ich einmal, wird von Bewegungserlebnissen begleitet sein. Zumindest von Furcht vor mi√ügl√ľckter Bewegung und Freude √ľber gelungene.

Kinder erbringen beim Skaten die schwierige Leistung des Ausbalancierens ihres K√∂rpergleichgewichts. Verlust und Wiedergewinnen desselben haben Erlebnisqualit√§t und f√ľhren zu Erfahrungen und zunehmender Bewegungskompetenz. insbesondere in Spielen auf Skates steigern und vermindern sie ihre Geschwindigkeit, √§ndern sie ihre Bewegungsrichtung bremsen sie ab in schnellem Wechsel. Das alles ist wahrnehmungsgesteuert und von Bewegungserlebnissen begleitet.

Die Kinder, das läßt sich schon im außerschulischen Bereich feststellen, registrieren gemachte Bewegungserfahrungen bzw. Gleichgewichtserfahrungen und erschließen sich kreativ weitere Aktionsbereiche, um Erfahrungen zu machen und zu mehr Bewegungskompetenz zu gelangen.

Einer solchen Intention folgend setzen sie sich wagemutig auch Bewegungssituationen aus, deren Bew√§ltigung f√ľr sie schwierig ist, sie nehmen sogar Bewegungserlebnisse in Kauf, die durch Unbehagen und Angst gekennzeichnet sind.

(Kinder√§u√üerungen bei Spr√ľngen: ‚ÄěDa hat man Angst, weil man nicht wei√ü, ob man es schafft oder nicht")

Es darf √ľbrigens vermutet werden, da√ü Kinder ein autonomes Interesse am Gewinnen von Bewegungskompetenz beim Skaten haben, weil diese im Konkurrieren der Kinder untereinander Prestigegewinn bringt. Eine entsprechend hohe Motivation beim Herangehen an das Thema ist zu erwarten.

Einen Einfluß auf die Wahl dieses Sportgerätes hat sicherlich auch die Tatsache, daß viele Kinder dieses Gerät besitzen und daß der Umgang damit fest in ihrer Erlebniswelt verankert ist. Nicht verschweigen möchte ich, daß meine persönliche Neigung zum In-Line-Skaten die Wahl mitbestimmt hat. Als Ergebnis der vorangegangenen Überlegungen möchte ich zusammenfassen:

Sowohl im Sinne der Erlebnisp√§dagogik als auch im Sinne der Bewegungserziehung ist In-Line-Skating f√ľr mich eine Sportart, mit der Erlebnisse in der beschriebenen Begriffsbedeutung und im Zusammenhang mit Wahrnehmen und Reflektieren angebahnt werden k√∂nnen. In-Line-Skating ist bisher nicht in den Rahmenrichtlinien f√ľr die Orientierungsstufe ausgewiesen. Es l√§√üt sich dem Lern- und Erfahrungsfeld ‚ÄěBewegen auf Rollen und R√§dern", das in dem Entwurf f√ľr die Grunds√§tze f√ľr den Schulsport aufgef√ľhrt ist, zuordnen.

Quelle: http://server1.nibis.ni.schule.de/~as-ver/sport/arbeit/a9/s

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